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Hofleben
Bei uns dreht sich alles um Mutterkuhhaltung und Ackerbau und das von montags bis sonntags. Einen freien Tag gibt es nur, wenn ein Betriebshelfer einspringt, denn die Kühe wollen die ganze Woche über versorgt werden. Im Sommer, wenn sie rund um die Uhr auf den Weiden stehen, gibt’s bei schlechter Wetterlage ein bisschen Entspannung. Doch sobald sich die Sonne für zwei bis drei Tage konstant am Himmel hält, nutzt Bauer Joachim die Gelegenheit für die Heuernte. Dann kann es auch sein, dass er zwanzig Stunden am Stück auf dem Traktor sitzt und das Gras mäht, es wieder wendet und schließlich zu Ballen zusammenpresst. Wenn Grassilage im Silo angelegt wird, packen auch Freunde von Partnerbetrieben mit an.
Für die Versorgung der mithelfenden Hände ist Oma Sanni zuständig, die von einem Milchbetrieb in Wintersdorf stammt und schon als Kind auf den Feldern buckelte. Ihre Lieblingstätigkeit: Kartoffel schälen. Das würde sie den ganzen Tag tun, wenn da nicht Gregor wäre. Gregor ist unser Goldschatz, zumindest meistens. Da er viel Blödsinn ausheckt, muss Sanni ständig nach ihm Ausschau halten. Gerne hilft er aber auch Opa Metti beim Füttern der Kühe und Pferde. Wenn es aber ums Aufräumen geht, verschwindet er lieber im Haus und widmet sich dem eigenem Fuhrpark auf dem Wohnzimmerteppich.
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